Chronik der Familie Sondermann

Dr. iur. Erich Sondermann


Erich Sondermann wurde am 13. März 1888 in Gummersbach als jüngstes Kind des Emil Wilhelm Sondermann (1843-1907) und der Elisabeth Thiel (1846-1917) geboren [1] und in Gummersbach am 23. April 1888 getauft. [2]

Ausbildung

Nachdem Erich Sondermann in Düsseldorf die Schule mit dem Abitur abgeschlossen hatte, absolvierte er beim Barmer Bankverein Hinsberg, Fischer & Comp. KGaA in Krefeld und Köln eine Bankausbildung.

Anschließend studierte er an den Universitäten München und Münster in Westfalen sechs Semester Rechtswissenschaften. In München wurde er 1909 Mitglied des Corps Franconia.

Nach dem Referendarexamen in Hamm in Westfalen absolvierte er ab 1911 das (damals vierjährige) Referendariat in Waldbröl und Köln. Er wohnte in dieser Zeit zumindest zeitweise in Gummersbach. [3]

An der Universität Greifswald wurde er 1914 zum Dr. iur. promoviert auf Grund seiner Arbeit „Widerrechtliche Abhebung von Teilbeträgen eines Sparkassenguthabens". [4] 

Im Dezember 1916 veröffentlichte Erich Sondermann in der Handelszeitung des Berliner Tagesblatts einen Beitrag mit einem Vorschlag für eine gesetzliche Regelung, "[...] nach der in gewissen Fällen die Minderheit der Aktionäre ein Recht auf Vertretung im Aufsichtsrat erhalten sollen." [5]

Ehe mit Else Visseur

Erich Sondermann heiratete am 28. April 1913 in Gummersbach Else Visseur. Else Visseur wurde am 1. Oktober 1886 als Tochter des Peter Otto Visseur und der Laura Margareta Rossum in Gummersbach geboren. Peter Visseur war Farbikdirektor bei L. & C. Steimüller und Träger des Roten Adlerordens IV. Klasse. [6] Das Paar hatte sich bereits im Oktober 1911 verlobt. [7]

Im Königreich Preußen bestand ein Dreiklassenwahlrecht. Die Wahlberechtigten, die die meisten Steuern zahlten, wählten in der ersten Abteilung. Es wurden so viele Wahlberechtigte in diese erste Abteilung eingeteilt, bis ein Drittel des Steueraufkommens erreicht war. In der ersten Abteilung waren für das Jahr 1901 in Gummersbach 16 Bürger erfasst. Es handelte sich daher um diejenigen Bürger, die ein Drittel der Steuern zahlten. Zu diesen Bürgern gehörten: Carl Steinmüller, Eugen Lehnhof, Emil Wilhelm Sondermann, Georg Dallmann, Karl Bockhacker, Gottlieb Hoestermann, Ernst Pickhardt, Edmund Siebel, Dr. Kirchstein (Landrat), Rudolf Siebert, Guido Heuser, Peter Visseur, Friedrich Wilhelm Siebel, Gustav Jonas. [8]


Aus der Ehe Sondermann-Visseur gingen vier Kinder hervor: [9]


  1. Rolf Peter Sondermann (1914)
  2. Gabriele Sondermann (1916)
  3. Kurt Sondermann (1917)
  4. Egon Sondermann (1922)

Beruflicher Werdegang

In den Jahren 1914 und 1915 war Erich Sondermann zunächst als Gerichtschreiber in Köln tätig (als Teil seines Referendariats). [10]


Ab August 1914 vertrat Erich Sondermann kriegsbedingt auch verschiedene Anwälte vermutlich in Köln und sammelte so wichtige juristische Praxiserfahrung.


Am 15. Juni 1915 trat Erich Sondermann eine Stellung als "juristischer Hilfsarbeiter" für den Syndikus Dr. Sillich beim Chemnitzer Bankverein in Chemnitz an nachdem er sich aufgrund einer Stellenanzeige beim Chemnitzer Bankverein beworben hatte. Die Bank beschäftigte damals in ihrer Zentrale über 200 Mitarbeiter. Der Anstellungsvertrag war zunächst auf drei Jahre ausgelegt. Die gehobene Stellung bot Erich Sondermann die Möglichkeit, sich in den banktechnischen Betrieb (wobei ihm seine Lehrzeit beim Barmer Bankverein zugute kam) und in sämtliche Direktorialgeschäfte einzuarbeiten. In den folgenden Jahren wurde er zum Syndikus befördert.


Am 2. Februar 1917 (Eintrag ins Handelsregister) wurde Erich Sondermann Prokura erteilt. [11]


Im Jahr 1922 wurde der Chemnitzer Bankverein von der Commerz- und Privatbank AG (heute: Commerzbank AG) übernommen. Vermultich in Zusammenhang mit dieser Übernahme wurde am 17. August bekanntgemacht, dass die Prokura des Erich Sondermann für den Chemnitzer Bankverein AG in Chemnitz gelöscht und gesonderte Vollmacht erteilt wurde. [12]


Am 1. Januar 1923 wurde Erich Sondermann sodann zum Direktor der Commerz- und Privatbank AG (heute Commerzbank), Filiale Dresden, berufen. [13] Direktor der Commerz- und Privatbank in Dresden war er bis Ende des II. Weltkriegs; möglicherweise kurzzeitig darüber hinaus. [14]


Erich Sondermann nahm in Verbindung mit seiner Tätigkeit für den Chemnitzer Bankverein diverse Aufsichtsratsmandate wahr. Die nachfolgenden Mandate sind anhand der Publikationen insbesondere im Deutschen Reichsanzeiger belegt. Soweit nicht anders vermerkt endeten die Aufsichtsratsmandate vermutlich mit den Wirren zum Ende des II. Weltkrieg: [15]

  • ab Juli 1917 bis März 1938 Sondermann & Stier AG in Chemnitz (Zwischen der hier erforschten Familie Sondermann und den Gründern des Unternehmens Sondermann & Stier ist derzeit keine verwandtschaftliche Verbindung nachweisbar. Die Gesellschaft wurde 1938 in "Marathon-Werke AG" umbenannt.) und bis mindestens Februar 1943 Marathon-Werke Aktiengesellschaft in Chemnitz,
  • ab April 1921 bis mindestens März 1925 Tetra AG in Chemnitz (Die Gesellschaft wurde Anfang Juli 1927 aufgelöst),
  • ab Juli 1921 bis mindestens November 1944 Zwickauer Maschinenfabrik in Zwickau, zeitweise als Vorsitzender,
  • ab Februar 1922 Lichtspiele AG in Chemnitz als Vorsitzender (Historie der Gesellschaft nach 1922 unbekannt),
  • um September 1922 Römischer Kaiser Hotel- und Theater-Aktiengesellschaft in Chemnitz,
  • ab spätestens Oktober 1924 bis mindestens Oktober 1935 Joh. Gottl. Hafftmann Aktiengesellschaft in Pirna,
  • ab November 1928 bis mindestens Juni 1931 König Friedrich August-Hütte AG in Dölzschen (vermutlich schied Erich Sondermann Mitte 1932 aus dem Aufsichtsrat aus),
  • spätestens 1931 bis mindestens März 1943 Aktien-Färberei Münchberg (vorm. Knab & Linhardt), in Münchberg (Bayern), ab Mai 1939 als Vorsitzender, zuvor stellvertretender Vorsitzender,
  • ab spätestens Juni 1931 bis mindestens Juli 1938 August Walther & Söhne Aktiengesellschaft (Firmierung ab Februar 1932: Sächsische Glasfabrik August Walther & Söhne Aktiengesellschaft) in Ottendorf-Otrilla, zeitweise als (stellvertretender) Vorsitzender (ab 1940 firmiert das Unternehmen als Sachsenglas AG, in deren Aufsichtsrat Erich Sondermann vermutlich nicht mehr vertreten ist),
  • ab Februar 1932 bis mindestens September 1939 Emil Uhlmann AG in Chemnitz, zeitweise als (stellvertretender) Vorsitzender. Die Gesellschaft wurde Ende März 1941 in eine Einzelfirma umgewandelt.
  • ab Januar 1933 bis mindestens Januar 1943 Thode'sche Papierfabrik AG in Hainsberg,
  • ab Juni 1933 bis mindestens März 1943 Somag Sächsische Ofen- und Wandplattenwerke Atkiengesellschaft in Meißen als Vorsitzender,
  • ab Oktober 1933 bis April 1934 Collet & Engelhard Werkzeugmaschinenfabrik AG in Offenbach am Main,
  • ab April 1935 bis mindestens März 1941 Dresdner Kassen-Verein AG in Dresden,
  • ab April 1935 bis mindestens März 1941 Hille-Werke AG in Dresden,
  • ab spätestens Februar 1938 bis mindestens März 1943 Gechter & Kühne Aktiengesellschaft in Heidenau
  • ab spätestens März 1938 bis mindestens März 1944 Leipziger Hypothekenbank bzw. Sächsische Bodencreditanstalt als Teil der Gemeinschaftsgruppe deutscher Hyothekenbanken,
  • um April 1939 Görlitzer Waren-Einkaufs-Verein AG in Dresden als stellvertretender Vorsitzender,
  • ab spätestens Juni 1941 (noch nicht Aufsichtsrat im August 1939) bis mindestens Juni 1943 Union-Werke Aktiengesellschaft Kunstdruck-, Metallwaren- und Plakatefabrik in Radebeul, zeitweise als stellvertretender Vorsitzender.


Anfang der 1920er Jahre unternahm Erich Sondermann zahlreiche Investionen in Aktiengesellschaften. Möglicherweise standen diese Investitionen des Erich Sondermann in diese Gesellschaft in Zusammenhang mit der grassierenden Inflation nach Ende des I. Weltkriegs:


  • November 1920: Muldentalwerke Aktiengesellschaft, Freiberg (existierte bis zumindest 1928), [16]
  • Februar/April 1921: Arthur Trägner & Co. Maschinenbau-Aktiengesellschaft, Chemnitz (1925 liquidiert), [17]
  • Oktober 1921: Joh. Gottl. Hafftmann Aktiengesellschaft, Pirna (ab den 1950er Jahren VEB Hafftmann), [18]
  • November 1921: Altenburger Glashütte Aktiengesellschaft, Altenburg (nach kritischer Lage ab 1936 Schadwinkel & Co.), [19]
  • Oktober/November 1921/Februar 1922: Industrie- und Handels-Aktiengesellschaft, Chemnitz (über die weiteren Entwicklung des Unternehmens bestehen keine Kenntnisse), [20]
  • Dezember 1921/Ferbuar 1922: Otto Hammer Aktiengesellschaft für Holz- und Bauindustrie (Anfang 1930 Konkurs beendet) [21]
  • November 1921/März 1922: Teppich- und Möbelstoff-Fabrik Aktiengesellschaft (Ende 1931 liquidiert), [22]
  • Januar/März 1922: Kurt Breyer Aktiengesellschaft (ab 1924 in Konkurs) [23]
  • Dezember 1921/Januar 2022/April 1922: Grimm & Roehling Aktiengesellschaft (ab 1926 in Konkurs), [24]
  • November/Dezember 1921/April 1922: Heinrich Kaiser Waggonbau und Maschinenfabrik Aktiengesellschaft (ab 1925 in Liquidation), [25]
  • März/Juli 1922: Teppich-Großhandels-Aktiengesellschaft (vermutlich kurz nach 1929 beendet), [26]
  • Juni/Juli 1923: Maschinenfabrik Elite Aktiengesellschaft (1927 umfirmiert nach Übernahme), [27]
  • Juni/August 1923: Dessauer Möbelfabrik AG (1928 übernommen von den Junkerswerken), [28]


Der II. Weltkrieg brachte eine erhebliche Zäsur in der beruflichen Tätigkeit: Nach dem II. Weltkrieg war Erich Sondermann leitender Direktor der Siegener Filiale des Bankvereins Westdeutschland, der späteren Filiale der Commerzbank AG, in die der Bankverein Westdeutschland aufging. [29] Aufsichtsratstätigkeiten wie vor dem Krieg lassen sich für die Zeit in Siegen nicht mehr nachweisen.

I. Weltkrieg

Erich Sondermann wurde im ersten Weltkrieg als nicht tauglich gemustert und entsprechend nicht zur Reichswehr eingezogen. [30]

Deutsches Rotes Kreuz

Bis 1945 war Erich Sondermann Schatzmeister des Deutschen Roten Kreuzes für den Freistaat Sachsen. [31]

Wohnorte

Nach seiner Heirat wohnte das Ehepaar Sondermann-Visseur in Köln, wo auch der älteste Sohn Rolf Sondermann im Jahr 1914 geboren wurde. [32] Belegt ist für die Jahre 1914 und 1915 als Wohnort Köln-Sülz, Mittelindustriestraße Nr. 10, Untergeschoss. [33] Für das Jahr 1913  findet sich noch kein Adressbucheintrag in Köln.


Mitte Juli 1915 zog das Ehepaar Sondermann-Visseur nach Chemnitz  in die Henriettenstraße 59 (II. Etage) nachdem Erich Sondermann ca. Mitte Juni 1915 seine neue Anstellung in Chemnitz angetreten hatte. Die Wohnung war eine große Etage mit sieben Zimmern und Balkon sowie mit, damals nicht selbstverständlich, Zentralheizung, Warmwasser, elektrisches Licht Parkett u. ä. ausgestattet. [34] Dort wohnte er bis zur Übernahme des Direktorpostens in Dresden ab Januar 1923. [35]


In Dresden lebte das Ehepaar ab ca. Januar 1923 bis 1927/28 zunächst unter der Adresse Sachsenplatz Nr. 2 (II. Etage). [36] Ab 1928/29 bis Ende des II. Weltkriegs, möglicherweise auch kurzzeitig darüber hinaus, lebte das Ehepaar in Dresden-Blasewitz in der Tolkewitzer Straße 49 (Erdgeschoss und I. Etage; möglicherweise Eigentum, im II. WK nicht zerstört). [37]


Mit Ende des Krieges/nach dem Krieg floh das Ehepaar (nach Umwegen?) nach Siegen.

Tod des Ehepaares

Erich Sondermann verstarb in Siegen am 31. Juli 1959. Else Sondermann geb. Visseur starb nur wenige Jahre später am 1. Februar 1964 in Neuss. [38]


[1] Vgl. Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Görlitz, S. 497.

[2] Vgl. Jonas (2010), S. 21.

[3] Vgl. Familie Visseur/Sondermann, Erich (1911): Verlobungsanzeige, in: Kölnische Zeitung v. 7. Oktober 1911, Nr. 1098, Mittags-Ausgabe, Erstes Blatt, S. 3.

[4] Vgl. Volz, Robert (1931): Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild, zweiter Band, Berlin; o. V. (2023): Erich Sondermann, <https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Sondermann>, Abrufdatum 9. Oktober 2023; Sondermann, Erich (1915): Brief an Hedwig Schäfer, Chemnitz.

[5] Vgl. Bondl, Felix (1916): Die Vetretung im Aufsichtsrat, in: Handels-Zeitung des Berliner Tagesblatts v. 31. Dezember 1916, Drittes Beiblatt, Nr. 667, S. 1.

[6] Vgl. Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Görlitz, S. 497. In der Quelle wird der Rufname von Peter Otto Visseur fehlerhaft als Otto angegeben; Familie Visseur (1916): Sterbeanzeige des Peter Otto Visseur, in: Kölnische Zeitung v. 27. März 1916, Morgen-Ausgabe, Nr. 317, S. 4, in der Erich Sondermann ohne militärischen Rang und Einsatzort aufgeführt wird.

[7] Familie Visseur/Sondermann, Erich (1911): Verlobungsanzeige, in: Kölnische Zeitung v. 7. Oktober 1911, Nr. 1098, Mittags-Ausgabe, Erstes Blatt, S. 3.

[8] Vgl. o. V. (1980): Die Finanzstarken waren erste Klasse, in: Kölner Stadt-Anzeiger vom 22. Februar 1980, Köln.

[9] Vgl. Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Görlitz, S. 498.

[10] Vgl.  Greven, Anton Carl (Hrsg.) (1914): Greven's Adreßbuch für Köln und Umgebung 1914, 60. Jahrgang, Köln, S. 532; Greven, Anton Carl (Hrsg.) (1915): Greven's Adreßbuch für Köln und Umgebung 1915, 61. Jahrgang, Köln, S. 578.

[11] Vgl. Königliches Amtsgericht Chemnitz (1917): Erteilung Prokura für Erich Sondermann, in: Dritte Beilage zum Deutschen Reichsanzeiger und Königlich Preußischen Staatsanzeiger v. 9. Februar 1917, Nr. 35, S. 1.

[12] Vgl. Amtsgericht Chemnitz (1922): Prokura des Erich Sondermann erloschen, in: Deutscher Reichanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 29. August 1922, Nr. 192, S. 12.

[13] Vgl. Volz, Robert (1931): Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild, zweiter Band, Berlin; o. V. (2023): Erich Sondermann, <https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Sondermann>, Abrufdatum 9. Oktober 2023;  Sondermann, Erich (1915): Brief an Hedwig Schäfer, Chemnitz.

[14]  Vgl. Sondermann et al. (1936): Sondermann 2., aus Langenberg im Rheinlande, in: Koerner, Bernhard (Hrsg.): Deutsches Geschlechterbuch Band 92, Görlitz, S. 497; Dr. Güntzschen Stiftung (Hrsg.) (1943): Adreßbuch für Dresden und Vororte, Dresden, S. 843.

[15] Vgl. div. Autoren (div.): Konvolut Aufsichtsratmandate; Gieseler, Albert (2009): Aktien-Färberei Münchberg, vorm. Knab & Linhart, <http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/firmen4/firmadet42880.shtml>, Abrufdatum 11. Oktober 2023; Gieseler, Albert (2009): Hille-Werke Aktiengesellschaft, <http://www.albert-gieseler.de/dampf_de/firmen0/firmadet1304.shtml>, Abrufdatum 11. Oktober 2023.

[16] Im November 1920  (Datum des Gesellschaftsvertrags/Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit dem Chemnitzer Bankverein AG, Wilhelm Dannhof (Chemnitz), Hugo Lange (Falkenstein) und Hugo Munsch (Freiberg) die "Muldentalwerke Aktiengesellschaft" mit Sitz in Freiberg. Gegenstand des Unternehmens war "[...] 1. die Erzeugung von Papier und Pappen aller Art sowie der Handel mit diesen Erzeugnissen; 2. die Errichtung, der Erwerb, der Pachtung von Papier-, Pappen-, Holzstoffabriken oder ähnlichen Betrieben sowie die Beteiligung an gleichartigen Unternehmungen." Das Grundkapital der Gesellschaft betrug fünf Millionen Mark und zerfiel in 5.000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien zu je tausend Mark. Über die weitere Geschäftsentwicklung der Muldentalwerke AG ist für die Zeit nach 1928 nichts mehr bekannt. Vermutlich war die Großenhainer Papierfabrik eine Zweigniederlassung der Gesellschaft. Vgl. Amtsgericht Freiberg (1920): Gründung der Muldentalwerke AG, in: Sächsische Staatszeitung – Staatsanzeiger für den Freistaat Sachsen  v. 18. November 1920, Nr. 266, S. 8.

[17] Im Februar 1921 (Datum des Gesellschaftsvertrag) bzw. April 1921 (Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit dem Chemnitzer Bankverein AG, Rudolf Weitzer, Kurt Ulbricht und Emil Knospe (alle in Chemnitz) die "Arthur Trägner & Co. Maschinenbau-Aktiengesellschaft" mit Sitz in Chemnitz. Gegenstand des Unternehmens war "[...] der Betrieb einer Werkzeugmaschinenfabrik sowie die Übernahme und Fortführung des unter der Firma Arthur Trägner & Co. in Chemnitz betriebenen Unternehmens." Das Grundkapital betrug eine Millionen Mark und zerfiel in 1.000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien zu je tausend Mark. Die Gesellschaft ging im Jahr 1925 in Liquidation. Vgl. Amtsgericht Chemnitz (1921): Gründung der Arthur Trägner & Co. AG, in: Sächsische Staatszeitung – Staatsanzeiger für den Freistaat Sachsen  v. 19. April 1921, Beilage zu Nr. 89, S. 1; Aktiensammler (2023): Arthur Trägner & Co. Maschinenbau-AG, <Arthur Trägner & Co. Maschinenbau-AG>, Abrufdatum: 21. November 2023.

[18] Im Oktober 1921  (Eintragung ins Handelsregister/Datum des Gesellschaftsvertrags) gründete Erich Sondermann zusammen mit Kurt Hofmann in Dresden, Rudolf Richter in Freiberg, Paul Wünsch in Dresden und Erich Halm in Freiberg die "Joh. Gottl. Hafftmann Aktiengesellschaft" mit Sitz in Pirna. Die Gesellschaft übernahm mit Gründung den Geschäftsbetrieb des Unternehmen "Joh. Gottl. Hafftmann", dessen alleiniger Eigentümer Horst Emil Ferdinand Thamerus "infolge Ablebens" ausgeschieden war. Gegenstand des Unternehmens war "[...] der Erwerb, die Erweiterung und der Fortbestand der bisher unter der Firma Joh. Gottl. Hafftmann in Pirna betriebenen Likörfabrik sowie der Betrieb hiermit zusammenhängender Geschäfte, die Beteiligung bei anderen gleichartigen Unternehmungen oder der Betrieb von Geschäften auf gemeinschaftliche Rechnung mit solchen." Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zwei Millionen Mark und zerfiel in 2000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien zu tausend Mark. Vgl. Amtsgericht Pirna (1921): Gründung der Joh. Gottl. Hafftmann AG, in: Sächsische Staatszeitung – Staatsanzeiger für den Freistaat Sachsen v. 12. November 1921, Nr. 262, S. 6. Im Oktober 1921 war Dr. Erich Sondermann noch nicht im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Im Oktober 1924 war Dr. Erich Sondermann stellvetretender Aufsichtsratsvorsitzender der Gesellschaft. Vgl. div. Autoren (div.): Konvolut Aufsichtsratmandate. Im Juli 1935 war er einfaches Mitglied. Vgl. div. Autoren (div.): Konvolut Aufsichtsratmandate. Wichtigestes und bekanntestes Produkt des Unternehmens war der Likör "Hafftmanns Magenbitter". In den 1950er Jahren wurde das Unternehmen zur »VEB Hafftmann« umgewandelt. Die Produktion wurde vermutlich bis gegen Ende der 1970er Jahre fortgeführt und im Jahr 2002 wiederbelebt. Vgl. Haftmann, A. (2023): Familienname Haftmann. Hafftmann. Ein Name mit Tradition, <http://www.haftmann.org/hafftmann.html>, Abrufdatum: 29. Dezember 2023.

[19] Im August 1921 (Datum des Gesellschaftsvertrags) bzw. November 1921 (Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit Oskar Besser in Altenburg, Paul Besser in Altenburg, Dr. Wilhelm Brügmann in Leipzig, Theodor Heß in Unterneubrunn, Dr. Oskar Leonhardt in Altenburg, Richard Pötzschig in Altenburg, Nikolaus Röhrig in Coburg, Hans Sachs in Leipzig und August Scheel in Leipzig die "Altenburger Glashütte Aktiengesellschaft" in Altenburg. Gegenstand des Unternehmens war "[...] die Herstellung und Verarbeitung von Glas und der Vertrieb der Erzeugnisse sowie die Fabrikation und der Handel mit ähnlichen Erzeugnissen wie Glas." Das Grundkapital der Gesellschaft betrug eine 1,5 Millionen Mark und zerfiel 1500 auf den Inhaber lautende Aktien zu tausend Mark. Vgl. Amtsgericht Altenburg (1921): Gründung der Altenburger Glashütte AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 1. November 1921, Nr. 272, S. 31. Über das Vermögen der Gesellschaft wurde 1933 das Konkursverfahren eröffnet. Das Verfahren wurde indes nach dem Eröffnungstermin wieder eingestellt. In der Folge wurde die Aktiengesellschaft in eine GmbH umgewandelt und 1936 das Vermögen auf die "Altenburger Glashütte jetzt Schadwinkel & Co." übertragen. Vgl. Amtsgericht Altenburg (1933): Konkursverfahren der Altenburger Glashütte AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 16. Juni 1933, Nr. 138, zweite Zentralhandelsregisterbeilage, S. 2; Amtsgericht Altenburg (1933): Übertragung der Vermögens der Altenburger Glashütte GmbH auf die Altenburger Glashütter jetzt Schadwinkel & Co., in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 30. Oktober 1936, Nr. 254, Zentralhandelsregisterbeilage, S. 1.

[20] Im Oktober/November 1921 (Daten des Gesellschaftsvertrags) bzw. im Februar 1922 (Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit Hans Göhler, Leo Wirth, Herbert Wittig und Kurt Lisser die "Industrie- und Handels-Aktiengesellschaft" in Chemnitz. Gegenstand des Unternehmen war "[...] der Abschluß von Handelsgeschäften jeder Art." Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zwei Millionen Mark und zerfiel in 2000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien zu tausend Mark. Vgl. Amtsgericht Chemnitz (1922): Gründung der Industrie- und Handels-AG, in: Sächsische Staatszeitung – Staatsanzeiger für den Freistaat Sachsen v. 21. Februar 1922, Beilage zu Nr. 44, S. 1.Über die weitere Entwicklung des Unternehmens liegen derzeit keine Kenntnisse vor. Vermutlich war die Gesellschaft bedeutungslos.

[21] Im Dezember 1921 (Datum des Gesellschaftsvertrags) bzw. Februar 1922 (Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit Otto Hammer, Martin Mitscherling, Arno Haubold und Paul Schliffer die "Otto Hammer Aktiengesellschaft für Holz- und Bauindustrie" in Chemnitz. Gegenstand des Unternehmens war "[...] die Ausführung von Hoch- und Tiefbauten, Holzhandel und -Bearbeitung, Ein- und Verkauf von Brennstoffen jeder Art und die Erledigung aller hiermit zusammenhängenden Geschäfte, sowie die Übernahme und Fortführung des unter der Firma Otto Hammer in Chemnitz betriebenen Unternehmens." Das Grundkapital der Gesellschaft betrug eine Million fünfhunderttausend Mark und zerfiel in 1.500 Stück auf den Inhaber lautende Aktien zu tausend Mark. Vgl. Amtsgericht Chemnitz (1922): Gründung der Otto Hammer AG für Holz- und Bauindustrie, in: Sächsische Staatszeitung – Staatsanzeiger für den Freistaat Sachsen v. 15. Februar 1922, Beilage zu Nr. 39, S. 1. Im Januar 1930 wird die Firma  "Otto Hammer Aktiengesellschaft für Holz- und Bauindustrie" aus dem Handelsregister gelöscht (Vgl. Amtsgericht Chemnitz (1922): Löschung der Firma Otto Hammer AG für Holz- und Bauindustrie, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 7. Februar 1930, Nr. 32, Zentralhandelsregisterbeilage S. 1) nachdem über das Vermögen des Unternehmens das Konkursverfahren abgeschlossen wurde. Vgl. Amtsgericht Chemnitz (1922): Beendigung des Konkursverfahrens über das Vermögen der Otto Hammer AG für Holz- und Bauindustrie, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 27. Januar 1930, Nr. 22, Zentralhandelsregisterbeilage S. 4.

[22] Im November 1921 (Datum des Gesellschaftsvertrag) bzw. im März 1922 (Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit Siegfried Koborn, Hans Göhler, Josef Seidler und Leo Wirth, alle in Chemnitz, die "Teppich- und Möbelstoff-Fabrik AG" in Chemnitz. Gegenstand des Unternehmens war "[...] die Herstellung von Teppichen, Möbelstoffen und sonstigen Textilwaren sowie der Handel mit diesen Fabrikaten." Das Grundkapital der Geselslchaft betrug 3 Millionen Mark und zerfiel in 3.000 auf den Inhaber lautende Aktien zu tausend Mark. Vgl. Amtsgericht Chemnitz (1922): Gründung der Teppich- und Möbelstoff-Fabrik AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 24. März 1922, Nr. 71, S. 21. Die Gesellschaft wurde nach einem Vergleichsverfahren zur Abwendung eines Konkurses Ende des Jahre 1931 liquidiert.  Vgl. Amtsgericht Chemnitz (1931): Liquidation der Teppich- und Möbelstoff-Fabrik AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 24. September 1931, Nr. 223, zweite Zentralhandelsregisterbeilage S. 4; Dannhof, Wilhelm (1931): Liquidation der Teppich- und Möbelstoff-Fabrik AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 9. Dezember 1931, Nr. 287, erste Anzeigenbeilage, S. 1.

[23] Im Januar/März 1922 (Daten des Gesellschaftsvertrags) bzw. April 1922 (Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit Fritz Kurt Breyer, Wilhelm Dannhof, Max Adler, Rudolf Breyer, Karl Otto Mürker und Franz Kühn die "Kurt Breyer Aktiengesellschaft" in Hainichen. Gegenstand des Unternehmens war "[...] die Übernahme und Fortführung des unter der Firma Kurt Breyer Hainichen betriebenen Unternehmens, insbesondere der Handel in Walzwerk- und Grubenprodukten sowie damit zusammenhängende Erzeugnisse." Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zwei Millionen Mark und zerfiel in 2.000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien zu tausend Mark. Vgl. Amtsgericht Hainichen (1922): Gründung der Kurt Breyer AG, in: Sächsische Staatszeitung – Staatsanzeiger für den Freistaat Sachsen v. 1. April 1922, Nr. 90, S. 10.  Bereits 1924 wurde über das Vermögen der Gesellschaft das Konkursverfahren eröffnet, das erst im Mai 1931 abgeschlossen wurde. Vgl. Amtsgericht Hainichen (1924): Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen der Kurt Breyer AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 14. Oktober 1924, Nr. 243, dritte Zentralhandelsregisterbeilage S. 1; Amtsgericht Hainichen (1931): Beendigung des Konkursverfahrens über das Vermögen der Kurt Breyer AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 30. Mai 1931, Nr. 123, zweite Zentralhandelsregisterbeilage S. 3.

[24] Im Dezember 1921/Januar 2022 (Daten des Gesellschaftsvertrags) bzw. im April 1922 (Eintragung ins Handelregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit Louis verw. Grimm geb. Bergholz in Zwickau, Eduard Louis Walter Grimm in Zwickau, Heinrich Gottlob Grimm in Zwickau und Friedrich Quambuch in Zwickau die "Grimm & Roehling Aktiengesellschaft" mit Sitz in Zwickau. Gegenstand des Unternehmens war "[...] die Fortführung des unter der offenen Handelsgesellschaft Grimm & Roehling in Zwickau und Uelzen bisher betriebenen Unternehmens, insbesondere der Holzgroßhandel, der Betrieb eine Sägewerks, einer Holzbearbeitungsfabrik und aller damit zusammenhängenden Geschäfte." Das Grundkapital der Geselslchaft betrug drei Millionen Mark und zerfiel in 3.000 Stück auf den Inhaber lautende Aktien zu tausend Mark. Vgl. Amtsgericht Zwickau (1922): Gründung der Grimm & Roehling AG, in:  Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 18. April 1922, Nr. 90, fünfte Beilage, S. 1. Im Februar 1926 wurde über das Vermögen der Gesellschaft das Konkursverfahren eröffnet, das im Jahr 1928 noch nicht abgeschlossen war. Vgl. Amtsgericht Zwickau (1926): Eröffnung des Konkursverfahrens über das Vermögen der Grimm & Roehling AG, in: Sächsische Staatszeitung – Staatsanzeiger für den Freistaat Sachsen v. 26. Februar 1926, Nr. 48, Beilage S. 1; Amtsgericht Zwickau (1928): Neubestellung Konkursverwalter Grimm & Roehling AG, in:  Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 13. Oktober 1928, Nr. 240, zweite Zentralhandelsregisterbeilage, S. 4.

[25] Im November/Dezember 1921 (Daten des Gesellschaftsvertrags) bzw. im April 1922 (Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit Walter Moser in Berlin, Willy Zander in Charlottenburg, Ottomar Lenz in Berlin, Carl Degering in Berlin-Wilmersdorf die "Heinrich Kaiser Waggonbau und Maschinenfabrik Aktiengesellschaft" mit Sitz in Berlin und Zweigniederlassung in Offenbach am Main. Das Grundkapital der Gesellschaft betrug sech Millionen Mark und zerfiel in 6.000 Inhaberaktien zu tausend Mark. Vgl. Hessisches Amtsgericht Offenbach am Main (1922): Gründung der Heinrich Kaiser Waggonbau und Maschinenfabrik AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatanzeiger v. 16. Mai 1922, Nr. 113, S. 31. Ab dem Jahr 1925 wurde die Gesellschaft liquidiert. Vgl. o. V. (o. J.): Los Heinrich Kaiser Waggonbau und Maschinenfabrik AG, <https://www.fhw-online.de/de/FHW-Auktion-118/?AID=177733&AKTIE=Heinrich+Kaiser+Waggonbau+und+Maschinenfabrik+AG>, Abrufdatum: 30. Dezember 2023.

[26] Im März 1922 (Datum des Gesellschaftsvertrags) bzw. Juli 1922 (Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit Max Gebler in Chemnitz, Otto Schwenke in Chemnitz, Josef Seidler in Chemnitz, Paul Kempter in Neustadt bei Chemnitz die "Teppich-Großhandels-Aktiengesellschaft" mit Sitz in Berlin. Gegenstand der Gesellschaft war "[...] der großhandelsmäßige Vertrieb von Teppichen, Möbelstoffen und verwandten Artikeln." Das Grundkapital der Gesellschaft betrug eine Million Mark und zerfiel in 1.000 Inhaberaktien zu tausend Mark. Vgl. Amtsgericht Berlin (1922): Gründung der Teppich-Großhandels-AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 11. August 1922, Nr. 177, S. 13. Die Gesellschaft existierte zumindest bis Oktober 1929. Vgl. Teppich-Großhandels-AG (1929): Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 8. Oktober 1929, Nr. 235, Zweite Anzeigenbeilage, S. 1. Vermutlich wurde die Geschäftstätigkeit kurz darauf eingestellt.

[27] Im Juni 1923 (Datum des Gesellschaftsvertrags) bzw. Juli 1923  (Eintragung ins Handelsregister)  gründete Erich Sondermann zusammen mit der Elitewerke Aktiengesellschaft in Brand-Erbisdorf, Geheimer Kommerzienrat Generalkonsul Otto Weißenberger in Dresden, Kommerzienrat Georg Günther in Freiberg, Arno Eberhard Hoffmann in Nossen die "Maschinenfabrik Elite Aktiengesellschaft" in Nossen. Gegenstand der Gesellschaft war "[...] der Betrieb einer Maschinenbaufabrik, insbesondere der Erwerb und die Fortführung der Elitewerke Aktiengesellschaft als besondere Abteilung in Nossen betriebene Maschinenfabrik und Mühlenbauanstalt." Das Grundkapital der Gesellschaft betrug "[...] fünfundsiebzig Millionen Mark." Amtsgericht Nossen (1922): Gründung der Maschinenfabrik Elite AG, in: Sächsische Staatszeitung – Staatsanzeiger für den Freistaat Sachsen v. 2. August 1922, Nr. 178. Im März 1927 wurde die Maschinenfabrik Elite Aktiengesellschaft in die Simon Aktiengesellschaft Mühlenbauanstalt mit Sitz in Nossen umfirmiert nach Übernahme der Elite Aktiensgesellschaft durch den jüdischen Unternehmer Simon. Die Simon Aktiengesellschaft wurde ab September 1934 im Zuge der nationalsozialistischen Arisierung liquidiert. Vgl. Amtsgericht Nossen (1927): Umfirmierung des Maschinenfabrik Elite AG, in: Deutscher Reichanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 29. April 1927, Nr. 99, zweite Zentralhandelsregisterbeilage, S. 1; Amtsgericht Nossen (1934): Liquidation der Simon Aktiengesellschaft, in: Deutscher Reichanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 9. Oktober 1934, Nr. 236, Zentralhandelsregisterbeilage, S. 4. o. V. (2023): Liste der Kulturdenkmale in Nossen, <https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Kulturdenkmale_in_Nossen>, Abrufdatum: 1. Januar 2024.

[28] Im Juni 1923 (Datum des Gesellschaftsvertrags) bzw. im August 1923 (Eintragung ins Handelsregister) gründete Erich Sondermann zusammen mit der Dessauer Möbelfabrik GmbH i. L. in Dessau, Geheimer Kommerzienrat Generalkonsul Otto Weißenberger in Dresden, Rudolf Nendel in Gunnersdorf, Carl Braun in Berlin und der Paradiesbettenfabrik M. Steiner & Sohn AG in Gunnersdorf bei Frankenberg die "Dessauer Möbelfabrik Aktiengesellschaft" mit Sitz in Dessau. Gegenstand der Gesellschaft war "[...] die Herstellung und der Vertrieb von Möbeln, insbesondere die Übernahme und Fortführung des bisher unter der Firma 'Dessauer Möbelfabrik G. m. b. H.' in Dessau betriebenen Unternehmens." Das Grundkapital der Gesellschaft betrug fünf Millionen fünfhundertausend Mark. Erich Sondermann wurde zugleich in den ersten Aufsichtsrat der Gesellschaft gewählt. Vgl. Amtsgericht Dessau (1923): Gründung der Dessauer Möbelfabrik AG, in: Deutscher Reichsanzeiger und Preußischer Staatsanzeiger v. 1. Oktober 1923, Nr. 227, S. 18. Im Jahr 1928 wurde die Gesellschaft von Hugo Junkers übernommen und damit Teil der Junkerswerke. Ob Erich Sondermann auch noch im Jahr 1931 Aufsichtsrat der Gesellschaft war, wie es in einer Quelle angegeben wird, ist zu bezweifeln. Vermutlich schied er mit Übernahme der Gesellschaft durch Hugo Junkers aus dem Aufsichtsrat aus. Vgl. Volz, Robert (1931): Reichshandbuch der Deutschen Gesellschaft. Das Handbuch der Persönlichkeiten in Wort und Bild, zweiter Band, Berlin; o. V. (2020): Dessauer Möbelfabrik AG, <http://hugojunkers.bplaced.net/dessauer-moebelfabrik-ag.html>, Abrufdatum: 1. Januar 2024.

[29] Vgl. Irle, Lothar (1975): Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechterlexikon, Siegen, S. 322.

[30] Vgl. Sondermann, Erich (1915): Brief an Hedwig Schäfer, Chemnitz; Familie Visseur (1916): Sterbeanzeige des Peter Otto Visseur, in: Kölnische Zeitung v. 27. März 1916, Morgen-Ausgabe, Nr. 317, S. 4, in der Erich Sondermann ohne militärischen Rang und Einsatzort aufgeführt wird. Enstprechend auch in  Familie E. W. Sondermann (1917): Todesanzeige Elise Sondermann geb. Thiel, in: Gummersbacher Zeitung vom 28. Dezember 1917.

[31] Vgl. Irle, Lothar (1975): Siegerländer Persönlichkeiten- und Geschlechterlexikon, Siegen, S. 322.
 
[32] Vgl. Sondermann, Erich (1915): Brief an Hedwig Schäfer, Chemnitz.

[33] Vgl. Greven, Anton Carl (Hrsg.) (1914): Greven's Adreßbuch für Köln und Umgebung 1914, 60. Jahrgang, Köln, S. 532; Greven, Anton Carl (Hrsg.) (1915): Greven's Adreßbuch für Köln und Umgebung 1915, 61. Jahrgang, Köln, S. 578.

[34] Vgl. Sondermann, Erich (1915): Brief an Hedwig Schäfer, Chemnitz; Polizeiamt der Stadt Chemnitz (Hrsg.) (1916): Adreßbuch der der Fabrik- und Handelsstadt Chemnitz, 59. Jahrgang, Chemnitz, S. 802. Im Adressbuch der Stadt Chemnitz von 1923 findet sich kein Eintrag mehr.

[35] Vgl. J. C. F. Pickenhahn & Sohn (Hrsg.) (1922): Adreßbuch der Industrie- und Handelsstadt Chemnitz, 64. Jahrgang, Chemnitz, S. 431.

[36] Vgl. Dr. Güntzschen Stiftung (Hrsg.) (1925): Adreßbuch für Dresden und Vororte, Dresden, S. 869; Dr. Güntzschen Stiftung (Hrsg.) (1928): Adreßbuch für Dresden und Vororte 1927/28, Dresden, S. 760.

[37] Dr. Güntzschen Stiftung (Hrsg.) (1929): Adreßbuch für Dresden und Vororte, Dresden, S. 779; Dr. Güntzschen Stiftung (Hrsg.) (1930): Adreßbuch für Dresden und Vororte, Dresden, S. 793; Dr. Güntzschen Stiftung (Hrsg.) (1935): Adreßbuch für Dresden und Vororte, Dresden, S. 792; Dr. Güntzschen Stiftung (Hrsg.) (1943): Adreßbuch für Dresden und Vororte, Dresden, S. 843.

[38] Quelle unbekannt.
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