Julie Ottilde Sondermann   

Julie Ottilde (Ottilie) Sondermann wurde in Gummersbach am 25. Dezember 1842 als Tochter des Friedrich Wilhelm Sondermann senior (1811-1884) und der Eleonore Torley (1812-1884) geboren. Die Taufe fand am 20. Januar 1843 statt. [1]


Ehe mit August Schultze

Julie Sondermann heiratete in Gummersbach am 20. September 1864 Johann Friedrich August Schultze aus Wesel, der Sohn des Kaufmanns Karl August Schultze und der Gerdruta Catharina Seelbach war.

Meta Sondermann verh. Spindler berichtet: "Eine Cousine Julie heiratete nach auswärts einen Fabrikanten August Schultze, der erst in Wesel wohnte und später in Hildburghausen in Thüringen, wo er eine bekannte Holzfabrik besaß, die z. B. die ersten deutschen Tennisschläger machte. Diese Tante Julie kam öfters zu uns zu Gast. Sie war groß und stattlich und trat sehr energisch und bestimmt auf." [2]

Möglicherweise heiratete Julie Sondermann nach Wesel, da die Sondermanns dort langjährige Kundschaft hatte [2a] und darüber der Kontakt hergestellt wurde.

Das Ehepaar hatte fünf Kinder, die in Wesel am Niederrhein geboren wurden:

  1. Paul Friedrich Karl Schultze (1865)
  2. Agnes Schultze (1866)
  3. Eugen Schultze (1872)
  4. Helene Schultze (1876)
  5. August Schultze (1880)


Holzwarenfabrik Hildburghausen

Die erwähnte Holzfabrik war ein kleiner Fabrikbetrieb und lag in Hildburghausen "auf der Kapelle". Die Fabrik vergab auch das Bedrucken von Spielwürfeln und Dominosteinen in Heimarbeit. [3]

Im Internet sind diverse Anzeigen zu finden, die Aufschluss über die Produkte geben, die in der Holzfabrik hergestellt wurden - in Klammern jeweils das Jahr der Anzeige [4]:

  • Zimmerruderapparat mit verstellbarem Sitz (1895, 1896)

Anzeige Ruderapparate [5]

  • Patentierte federnde Zimmerschaukel (1897, 1902, 1903, 1905)

Anzeige Zimmerschaukel [6]

  • Kanone mit Protzkasten (1898)

Anzeige Kanone [7]

  • Salonbilliard (1898)
  • Reitapparat (1898)

Anzeige Reitapparat [8]

  • Lawn-Tennisartikel (1899, 1902, 1903)

Anzeige Lawn-Tennis-Artikel [9]

 

  • Hundehütten, Taubenhäuser, Hühnerhäuser, schwimmende Entenhäuser, transportable Gartenlauben, Holzhäuser, Badehäuser, Bootshäuser, Verandamöbel (1900)
  • Billiards (1901)
  • Servirwagen (sic) 1901)
  • Dogcarts, Wagen anderer Konstruktionen, Ponywagen, Eselswagen (1901)
  • patentierte Ruderapparate, Fahrrad-, Bergsteige-, Reitapparate, Dr. med. Wilhelm's Ergostatoid (1901, 1903)
  • Ruderapparate (1902)
  • Holzhäuser (1902)
  • Ruder- und Motorboote (1905, 1909)
  • Kinderhaus (1908)
  • Schreibpult (1908, 1909)
  • Römischer Wagen (1909)


Tod der Julie Schultze geb. Sondermann

Julie Schultze starb in Wesel am 16. Mai 1908. Ihr Mann verstarb zwei Jahre später am 3. April 1910.

[1] Vgl. Jonas (2010), S. 10. Die Taufzeugen waren Gottfried Torley, Louis Torley, Fiedr. Kampmann, Reg. Huland geb. Torley, Carol. Thiel geb. Wirth, Wne Grote geb. Baltes, Othilde (Ottilie?) Reusch.

[2] Vgl. Spindler, Meta (1940): Auf der Höhe meines Lebens, Hilden, S. 6-7.

[2a] Vgl. mdl. Auskunft Hr. Woelke.

[3] Wienbeck, Ulrich (2000): Else Wienbeck: HILDBURGHAUSEN  – Vor der Jahrhundertwende, <http://www.schildburghausen.de/sagen/hildburghausen-vor-der-jahrhundertwende/>, Abrufdatum: 20. Oktober 2018.

[4] Holzwarenfabrik Hildburghausen  (1895-1905): Anzeigenkonvulut.

[5] Holzwarenfabrik Hildburghausen (1902): Anzeige Ruderapparate, in: Simplicissimus , 7. Jg., Nr. 47, S. 375.

[6] Holzwarenfabrik Hildburghausen (1903): Anzeige Zimmerschaukel, in: Jugend, Jg. 1903, Nr. 48, S. 883.

[7] Holzwarenfabrik Hildburghausen (1898): Anzeige Kanone, in: Beiblatt der Fliegenden Blätter, 109. Band, Nr. 2780.

[8]  Holzwarenfabrik Hildburghausen (1898): Anzeige Reitapparat, in: Beiblatt der Fliegenden Blätter, 109. Band, Nr. 2784.

[9] Holzwarenfabrik Hildburghausen (1903): Anzeige Lawn-Tennis-Artikel, in: Beiblatt der Fliegenden Blätter, 118. Band, Nr. 3019.