Johann Christian Sondermann  

Johann Christian Sondermann wurde in Gummersbach am 11. März 1818 als Sohn des Johann  Wilhelm Sondermann (1770-1857) und der Dorothea Catharina Wilhelmine Baltes (1776-1849) geboren.


Ehe mit Henriette Pickhardt

Henriette Sondermann geb. Pickhardt

Christian heiratete am 4. Mai 1841 seine Cousine zweiten Grades Henriette Pickhardt, die Tochter des Wilhelm Christoph Abraham Pickhardt [1] und der Christiane Maria Elisabeth Henriette Ising war. Christoph Pickhardt war Knopffabrikant in Mühlenseßmar und besaß dort wohl bereits die Kochenstampfe, dessen Wasserverlauf sein Sohn Wilhelm Pickhardt medior im Juli des Jahres 1859 zu verlegen beabsichtigt [2].


 

Christiane Pickhardt geb. Ising

Schwiegermutter des Christian Sondermann war Christiane Pickhardt geb. Ising. Diese verstirbt am 20. Januar 1859 wie aus einer Anzeige im Gummersbacher Kreisblatt hervorgeht [3]. Erhalten hat sich in der Familie das neben stehend abgebildete Ölgemälde, das wohl in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden ist und wahrscheinlich Christiane Pickhardt geb. Ising zeigt.

Alternativ könnte die Mutter des Christian Sondermann, Wilhelmine Baltes, zu sehen sein. Da indes das Ölgemälde in keinem anderen Stamm der Familie Sondermann erwähnt wird, ist dies eher unwahrscheinlich.

Zur Geburt seiner Kinder Richard Sondermann (1851), Eugen Sondermann (1852), Eugenie Sondermann (1855), Clara Sondermann (1857) und Christian Sondermann (1863) veröffentlicht Christian Sondermann unten stehenden Anzeigen im Gummersbacher Kreisblatt [4], aus denen auch hervorgeht, dass er zu diesem Zeitpunkt in Gummersbach wohnhaft war:

Geburtsanzeige Richard Sondermann


Geburtsanzeige Eugen Sondermann


Geburtsanzeige Eugenie Sondermann


Geburtsanzeige Clara Sondermann

 

Geburtsanzeige Christian Sondermann


Im Jahr 1866 feierte das Ehepaar Christian Sondermann silberne Hochzeit. Zu dem besonderen Ereignis schenkten die Söhne Ernst und Emil ihren Eltern zwei Tassen, die sich in der Familie erhalten haben und unten abgebildet sind.

Tassen zur silbernen Hochzeit


1  

Mit Henriette Pickhardt hatte Christian Sondermann elf Kinder, von denen  zwei kurz nach der Geburt versterben. Die unten stehende Fotografie der Familie zeigt das Ehepaar mit seiner beeindruckenden Kinderschar sowie mit Julie Pickhardt, einer Schwester der Henriette Sondermann geb. Pickhardt, circa im Jahr 1860:

  1. Wilhelm Sondermann (1842)
  2. Eleonore Sondermann (1844)
  3. Emil Sondermann (1846)
  4. Ernst Sondermann (1847)
  5. Hugo Sondermann (1849)
  6. Richard Sondermann (1851-1852)
  7. Eugen Sondermann (1852)
  8. Richard Sondermann (1854-1854)
  9. Eugenie Sondermann (1855)
  10. Clara Sondermann (1857)
  11. Christian Sondermann (1863)


Familie Johann Christian Sondermann - Aufnahme von circa 1860


Leitung der Pfeifenschlauchfabrik in der Winterbecke mit dem Bruder Carl Sondermann

Bereits im Jahr 1849 ist Christian Sondermann als Fabrikant belegt. So dankte er in einer Anzeige zusammen mit seinem Bruder Franz Carl Albert Sondermann für die Hilfe bei einem Brand in ihrer Fabrik am 17. Oktober 1849 [6]:

Danksagung von 1849


Auch wenn es an einer Ortsangabe in der Anzeige fehlt, ist es nahe liegend, dass es sich bei der betroffenen Fabrik um die Schlauchfabrik des Vaters Johann Wilhelm Sondermann in der Winterbecke gehandelt haben muss. Es kann sich weder um die Papierfabriken des Vaters in Dümmlinghausen und Niederseßmar oder die Papierfabrik des Bruders F. W. Sondermann in Elbick handeln, da diese Fabriken erst 1850 oder später gegründet bzw. erworben wurden.

Christian leitete daher bereits vor dem Tod des im Jahr 1849 bereits hochbetagten Vaters (, der bereits annährend 80 Jahre alt war,) zusammen mit seinem Bruder Carl die Pfeifenfabrik in der Winterbecke. Die Brüder firmierten aber noch unter dem Namen des Vaters wie aus späteren Quellen ersichtlich wird.  Ab und bis wann die Brüder gemeinsam die Fabrik leiteten, ist noch nicht geklärt.

Im März des Jahres 1854 treten die "Gebrüder Sondermann" noch in Zusammenhang mit dem Verkauf des Guts des Friedrich Wilhelm Storm in Oberrospe auf. [7] Das Gut hatten die Gebrüder in einer öffentlichen Versteigerung (Subhastation) erworben, um es parzelliert weiterzuveräußern, wie aus unten stehender Anzeige hervorgeht.


Verkaufsanzeige zum Gut des verstorbenen Friedrich Wilhelm Storm


In den Jahren 1859 und 1860 werden Carl Sondermann und Christian Sondermann in den Verzeichnissen der Höheren Bürgerschule Gummersbach als Kaufmänner und nicht als Fabrikanten geführt [7a]. Im Gesellschaftsvertrag der "Gesellschaft Vierling" aus dem Jahr 1859 wird Christian Sondermann als Kaufmann bezeichnet während sein Bruder Carl Sondermann als Fabrikant und Kaufmann betitelt wird. [7b] Nicht auzuschließen ist daher, dass Carl Sondermann nicht nur alleiniger Erbe der Schlauchfabrik, sondern auch der Papierfabriken in Niederseßmar und in Dümmlinghausen war.

Sollte die Schlauchfabrik von den Brüdern gemeinsam geebrt worden sein, endete die Zusammenarbeit des Christian Sondermann mit seinem Bruder Carl vermutlich spätestens mit bzw. kurz nach der Verlagerung der Fabrik um 1862 nach Niederseßmar. Insoweit wird auf die Ausführungen zum Leben des Carl Sondermann verwiesen.


Papierfabrik in Dümmlinghausen

Am 9. Januar 1857 verstarb Johann Wilhelm Sondermann, der Vater des Christian Sondermann war. Zwar hat sich kein Testament des Johann Wilhelm Sondermann erhalten, es ist aber aus den vorliegenden Quellen zu ersehen, dass Christian Sondermann zum einen das Haus in der Winterbecke erbte, das Johann Wilhelm Sondermann im Jahr 1813 als Wohn- und Fabrikhaus errichtete.

Zum anderen erbte Christian Sondermann möglicherweise die Papierfabrik seines Vaters in Dümmlinghausen. In der Folgezeit firmierte die Fabrik indes (weiterhin) unter dem Namen des Vaters als "J. W. Sondermann".

Möglicherweise wurde die Papierfabrik bereits 1855 durch Christian Sondermann betrieben, denn im Verzeichnis der Höheren Bürgerschule Gummersbach wird Christian Sondermann in diesem Jahr als Fabrikant geführt [8]. Ferner ist nicht auszuschließen, dass es Christian Sondermann war, der die Fabrik auch gegründet hat und noch vor dem Tod des Vaters unter J. W. Sondermann firmierte. So ist zu bedenken, dass J. W. Sondermann zum Zeitpunkt der Fabrikgründung bereits 80 Jahre alt war. Johann Christian Sondermann könnte den Namen des Vater auch deshalb fortgeführt haben, da Johann Wilhelm Sondermann junior, der älteste gleichnamige Sohn des Johann Wilhelm Sondermann senior, bereits 1844 verstorben war. 

Kurz nach dem Tod inserierte Johann Christian Sondermann zunächst sein damaliges Wohnhaus zur Verpachtung oder zum Verkauf. [9] Vermutlich gab Christian Sondermann die Anzeige auf, da er in das von seinem Vater Johann Wilhelm Sondermann erbaute Haus in der Winterbecke verzog, denn dieses Haus wird in der Folgezeit unter den Nachfahren des Christian Sondermann über die Generationen weitervererbt. Wie eine unten stehend noch zitierten Anzeige nahe legt, verkaufte Christian Sondermann das Haus nicht, sondern verpachtete es an Ernst Pickhardt.

Im Sommer des Jahres 1857 fasste Christian Sondermann den Entschluss, seine geerbte Fabrik in Dümmlinghausen zu erweitern. So findet sich in den Akten der Stadt Gummersbach ein Antragsschreiben unter dem Namen "J. W. Sondermann" mit folgendem Inhalt: "Es ist meine Absicht, neben meiner Papierfabrik in Dümmlinghausen nach Maasgabe [!] beifolgender Zeichnungen, einen zweiten Dampfkessel aufzustellen, welcher bloß zum Strohkochen benutzt werden soll. [...] Gummersbach 25. August 1857" [10]. Strohkochen war in der damaligen Zeit ein Verfahren zur Papierherstellung.

Ende des Jahres 1857 verstirbt allerdings Wilhelm König, der Compagnon des Christan Sondermann, laut Anzeige im Gummersbacher Kreisblatt [11]:

Sterbeanzeige Wilhelm König


Beteiligte an der Papierfarbik werden nach dem Tod des Wilhelm Königs dessen Erben, insbesondere wohl der Schwiegersohn C. W. Schirp, wie aus unten noch zitierten Anzeigen des Jahres 1860 hervorgeht.

Der Wechsel des Compagnons scheint die Entwicklung der Papierfabrikation nicht entgegengestanden haben. So erscheint am 17. März 1858 im Gummersbacher Kreisblatt die Bekanntmachung, dass "Herr J. W. Sondermann", d. h. Christian Sondermann, in seiner Papierfabrik in Dümmlinghausen die Aufstellung eines zweiten Dampfkessels beabsichtigt [12].   

 

Bekanntmachung zur Aufstellung eines zweiten Dampfkessels in der Papierfabrik in Dümmlinghausen

 

Die Genehmigung zur Aufstellung des Dampfkessels wurde schließlich, wieder nach einigem Hin und Her, am 4. Mai 1858 erteilt [13]. Von der Aufstellung des zweiten Dampfkessels kann aber nicht zwangsläufig auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens geschlossen werden [14], nicht zuletzt da sich die tradtionelle Papierherstellung - wie weiter unten erläutert - zu dieser Zeit mit neuen innovativen Herstellungsmethoden konfrontiert sah.

Etwa einen Monat später am 25. Januar 1859 beantragte Ernst Pickhardt ebenfalls die Konzession zur Aufstellung eines Dampfkessels für seine Fabrik in Gummersbach. Die zugehörige Bekanntmachung erfolgte am 15. Februar 1859. Laut Bericht des Bürgermeisters Bickenbach erhob Christian Sondermann Einspruch gegen die Konzessionserteilung, den er aber zurückzog. Die Konzession wurde am 2. April 1859 an Ernst Pickhardt erteilt [15]. Möglicher Grund für den Einspruch durch Christian Sondermann könnte sein, dass sein (geerbtes) Wohnhaus in der Winterbecke in der Nähe der Fabrik des Ernst Pickhardt lag. Bermerkenswert ist, dass die Genehmigung der Konzession für Christian Sondermann über ein Jahr, die Genehmigung für Ernst Pickhardt hingegen nur einige Monate dauert. Die längere Antragsfrist des Christian Sondermann wird indes u. a. auf den Tod des Compagnon Wilhelm König zurückzuführen sein.

Im April des Jahres 1860 indes wird die Papierfabrik mit Maschinen, Wohnung, Scheune, Schuppen une einem 1 1/2 Morgen land "theilungshalber" von den Beteiligten J. W. Sondermann, d. h. Johann Christian Sondermann, und C. W. Schirp zum Verkauf im Gummersbacher Kreisblatt inseriert [16]:

Ankündigung zum Verkauf der Papiermühle


Der Notar G. J. Meissen legt den Termin zum Verkauf sodann auf den 3. Mai 1860 [17]:

Terminierung des Verkaufs der Papiermühle in Dümmlinghausen


Die Anzeigen zum Verkauf der Papierfabrik sind vor dem Hintergrund eines grundlegenden Wandels der Papierfabrikation zu sehen. Ab Ende der 1840er Jahre wurde zunehmend Papier aus dem preiswerten Rohstoff Holzschliff gefertigt. Ende der 1850er Jahre wurde schließlich der Raffineur erfunden, eine Maschine, die das splitterreiche Grobmaterial des Holzschliffs verfeinert und dadurch eine deutliche Verbesserung der Papierqualität herbeiführte. Es kann daher zu vermuten werden, dass die Papierfabrikation um 1860 nicht mehr rentabel war und sich Christian Sondermann oder die Erben Wilhelm König daher von der Fabrik in Dümmlinghausen trennen wollten. Der Grund könnte auch schlicht in der Absicht der Erben zu finden sein, das geerbte König-Vermögen zu teilen.

Zumindest Johann Christian Sondermann trennte sich im Mai 1860 allerdings nicht von seinem Anteil, denn in Sandlers Adreßbuch aus dem Jahr 1862 wird Christian Sondermann in Dümmlinghausen weiterhin mit einer Fabrik in Dümmlinghausen geführt. Die Fabrik wird indes als Mahlmühle und nicht als Papierfabrik bezeichnet. [18] Es kann wohl hieraus nicht abgeleitet werden, dass die Papierfabrikation aufgegeben wurde, denn auch die Papierfabrik des Bruders Carl Sondermann in Niederseßmar wird in derselben Quelle als Mahlmühle betitelt.


Handelsaktivitäten ab 1858

Während Christian Sondermann im März des Jahres 1858 noch die Genehmigung erhielt, in seiner Papierfabrik (!) einen zweiten Dampfkessel aufzustellen, inseriert er am 17. Dezember 1858 eine Verkaufsanzeige für seine Textilfabarikate: Jacken, Schals, Strümpfe und Socken [20]:

Anzeige Fabrikate

 

Wo allerdings Christian Sondermann über die für die Fabrikate notwendige Spinnerei und Weberei verfügt ist nicht ersichtlich. Es ist daher zu vermuten, dass Christian Sondermann mit den Fabrikaten lediglich gehandelt hat.

Es finden sich in der Folgezeit auch weitere Anzeigen, die auf eine rege Handelstätigkeit des Christian Sondermann schließen lassen. So annonciert er [21]:

  • 22. Juni 1859: "Senf zu haben bei Christian Sondermann"
  • 6. August 1859: "Weinessig empfiehlt zur gefälligen Abnahme Chr. Sondermann."
  • 3. Dezember 1859: "Ich empfehle zur gefl. Abnahme Sayette u. Flammwolle in allen Sorten und Farben zu sehr billigen Preisen. Gummersbach, im Dezember 1859. Chr. Sondermann."
  • 8. August 1860: "Guter Weinessig per Quart 3 und 4 1/2 Sgr. bei Chr. Sondermann in Gummersbach."
  • 27. Juli 1861: "Guten Weinessig per Maaß zu 3 und 4 Sgr. ist zu haben bei Chr. Sondermann in Gummersbach."
  • 31. Juli 1861: "Guten Weinessig per Maaß zu 3. u. 4. Sgr., und weißen Pfeffer zum Einmachen ist zu haben bei Chr. Sondermann in Gummersbach."
  • 30. Juli 1862: "Guter Wein-Essig per. Maaß zu 3-4 Sgr. ist wieder zu haben bei Chr. Sondermann in Gummersbach."
  • 29. Juli 1863: "Weinessig per Quart 3 und 3 1/2 Sgr. zu haben bei Chr. Sondermann."


Kunstwollspinnerei in Dümmlinghausen

Belegt ist, dass Christian Sondermann im Juli 1862 nicht unterhebliche Liqudität freisetzte, denn er inseriert sein Interesse, zwei in der Winterbecke gelegene und Häuser zu veräußern [22]. Darunter befand sich allerdings nicht sein Wohnhaus in der Winterbecke.

 

Annonce zum Verkauf zweier Häuser in der Winterbecke

 

Das in obiger Anzeige unter a) erwähnte ehemaligen Middelhoff'sche Haus wurde von Johann Christian Sondermann wahrscheinlich im Juni 1846 erworben, denn in diesem Jahr veräußert Wilhelm Middelhoff sein in der Winterbecke neu erbautes Wohnhaus [22a]. Wo das Middelhoff'sche Haus in der Winterbecke lag, ist derzeit nicht bekannt.

Verkaufsanzeige Haus Middelhoff


Das unter b) aufgeführten "[...] gegenwärtig von Ernst Pickhardt bewohnte [...]" Haus ist ebenfalls noch nicht lokalisiert.

Möglicherweise wurden die Häuser von ihren Bewohnern, d. h. von Eduard Fastenrath und Ernst Pickhardt erworben, denn die Familie Fastenrath und Pickhardt wohnten in der Folgezeit in der Winterbecke.

Daneben ist bekannt, dass Christian Sondermann im Jahr 1860 ein Grundstück "am Steinberg" [23] sowie im Jahr 1861 ein Grundstück "am Helenenberg" besaß [24].

Vermutlich verwendete Christian Sondermann das freigesetzte Kapital, um seine Papierfabrik in Dümmlinghausen noch im Jahr 1862 oder im Jahr 1863 in eine (Kunstwoll-)Spinnerei zu verändern. Zumindest muss die Veränderung vor 1865 durchgeführt worden sein, denn für dieses Jahr findet sich im Gummersbacher Kreisblatt ein Hinweis, dass Christian Sondermann in Dümmlinghausen eine Spinnerei betrieb [25] [26] [27].

Spinnereigebäude Christian Sondermann in Dümmlinghausen - Auszug aus einer Lithographie aus dem Jahr 1880 - zu diesem Zeitpunkt bereits Spinnerei Chr. Müller & Sohn [28]

 

Die mit Ende des amerikanischen Brügerkriegs einsetzende Rezession der Textilindustrie überlebte J. C. Sondermann wirtschaftlich nicht. [28a] Anfang Juni des Jahres 1867 geht J. C. Sondermann mit seiner Spinnerei in Dümmlinghausen in Konkurs – circa ein Jahr nach seinem Bruder F. W. Sondermann senior und zwei Monate nach seinem Neffen F. W. Sondermann junior. [28b]

Fallitment des J. C. Sondermann

Christian Sondermann war zur Zeit seines Konkurses wesentlich bei einem Herrn Kühnen verschuldet [29].  

Die Spinnerei in Dümmlinghausen wird zwar spätestens ab Mai 1870 durch den ältesten, 1842 geborenen Sohn Wilhelm Sondermann weitergeführt, aber Grund und Boden und Spinnereigebäude gingen - wie die Quellen der nachfolgenden Jahre zeigen - im Zuge der Vermögensabwicklung an eine Witwe Reichel verloren [30]. 

Christian Sondermann verfügte neben dem Grund und Boden der Fabrik noch über zumindest ein weiteres Grundstück in Dümmlinghausen, das er durch sein Falliment verliert. Aber erst einige Jahre nach dem Konkurs am 27. April 1871 erfolgte laut Anzeige in der Gummersbacher Zeitung die Versteigerung dieses Grundstücks in Dümmlinghausen im Rahmen des "Falliments des zu Gummersbacher wohnenden unter der Firma J. W. Sondermann handelnden Kaufmanns Christian Sondermann." [31]   

Mit seinem Konkurs verliert Christian Sondermann nicht nur sein Eigentum in Dümmlinghausen, sondern auch Grundstücke und sein Wohnhaus in der Winterbecke, das 1813 von Johann Wilhelm Sondermann erbaute Wohn- und Fabrikhaus. Bereits erwähnter erhaltener Kaufvertrag aus dem Jahr 1875 belegt, dass Ernst Pickhardt die Liegenschaften in der Winterbecke am 30. Januar 1868 "[...] vor dem Friedensgerichte in Gummersbach [...] in Sachen Kühnen gegen Sondermann [...]" ankaufte [32]. Es war jener Ernst Pickhardt, der einige Jahre zuvor noch in einem Haus des Christian Sondermann wohnte und Sohn des Christian Pickhardt war, der 1820 von Johann Wilhelm Sondermann eine Fabrikation in der Winterbecke erwirbt. Christian Sondermann wohnt allerdings auch weiterhin, nun offenbar zur Miete, im Winterbecker Haus. 

Im Jahr 1875 ist Christian Sondermann weiterhin "[...] im Fallitzustande befindlich [...]". Allerdings hat sich die finanzielle Lage bis dahin soweit erholt, als gemäß erhaltenem Kaufvertrag aus dem Jahr 1875 das Wohnhaus und umliegende Grundstücke in der Winterbecke zurückerworben werden konnten für 10.300 Mark Reichwährung, zwar nicht von dem "im Fallitzustande befindlichen" Christian Sondermann, aber von dessen Frau Henriette geborene Pickhardt, die eine Cousine zweiten Grades des Ernst Pickhardt war. Der Kaufpreis wird allerdings gestundet und mit 5 % verzinst. Der Sohn Wihelm Sondermann bürgt für die Schuld der Mutter [33]. Der Inhalt des Vertrags ist unten stehend wiedergegeben.  

Erste Seite des notariell beurkundeten Vertrags von 1875

 

Von besonderem Interesse ist die dem Vertrag anliegenden Situationskarten der erworbenen Grundstücke, die im September 1875 aufgenommen wurden und untenstehend abgebildet sind.

 

Situationskarten


1  

Jahre nach 1875

Über das weitere Leben des Christian Sondermann geben die Quellen keine Hinweise mehr. Zu vermuten ist, dass Christian Sondermann nach seinem Konkurs weiterhin zusammen mit seinem Sohn Wilhelm Sondermann die Spinnerei in Dümmlinghausen bis circa Ende der 1880er Jahre betrieb [34]. 

Im Jahr 1881 verstarb seine Frau Henriette Sondermann. Das von ihr erworbene Gebäude in der Winterbecke wird vermutlich an den Sohn Wilhelm Sondermann vererbt. 

Christian Sondermann verstirbt am 7. Dezember 1895 in Becke bei Gummersbach. Sterbeort ist nicht die zu Gummersbach gehörende Winterbecke, sondern die Ortschaft Becke bei Gummersbach, wo der Sohn Wilhelm Sondermann wohnte und wo möglicherweise auch Christian Sondermann die letzten Jahren seines Lebens verbrachte.  

Wiedergabe des Kaufvertrags von 1875: 

Ausfertigung für Ehefrau Sondermann

Wir, Wilhelm I. von Gottes Gnaden König von Preussen &c. &c. &c.

Thun kund und fügen hiermit zu wissen,

Heute den acht und zwanzigsten September achtzehnhundert fünft und siebenzig vor dem unterschriebenen Johann Heinrich Wilhelm Werner, königlich preußischem Notar im amtlichen Wohnsitze zu Gummersbach, Landgerichtsbezirk Coeln und in Gegenwart der beiden untengenannten Zeugen erschienen:  

  1. Herr Ernst Pickhardt, Kaufmann und Fabrikant in Gummersbach wohnend, handelnd in eigenem Namen, sowie in seiner Eigenschaft als alleiniger Inhaber und Vertreter der Rechte der in Gummersbach bestehenden Handelsniederlassung unter der Firma „Ernst Pickhardt“;
  2. Henriette geborene Pickhardt, ohne Geschäft in Gummersbach wohnend, Ehefrau von Christian Sondermann, und von diesem ihrem hierbei mitanwesenden Ehemanne, Christian Sondermann, ohne Geschäft, und im Fallitzustande befindlich, in Gummersbach wohnend, mit welchem sie in Gütertrennung lebt, hierzu speziell ermächtigt;
  3. Herr Wilhelm Sondermann, Kaufmann und Fabrikant in Niederseßmar, Bürgermeisterei Gummersbach wohnend, Christians Sohn;

Congarenten erklärten, nachfolgenden Kaufvertrag unter nachstehenden Bedingungen miteinander verabredet und abgeschlossen und demselben beziehungsweise die hierzu annektierte, von den Congarenten, Zeugen und dem Notar ne varietur unterschriebene, von dem Hülfsgeometer Merten in Windhagen im September dieses Jahres angefertigte Situationskarte zu Grunde gelegt zu haben, und gaben ihre deßfall... Erklärungen zu beurkunden wie folgt;

 

Erster Artikel:

Congarent Herr Pickhardt, handelnd in seiner oben genannten Qualität verkauft und überträgt andurch an die Mitcongarenten, Ehefrau Christian Sondermann, Henriette geborene Pickhardt zum vollen und widerruflichen Eigenthume und untergesetzlicher Garantie für Privilegien, ... und für jede ..., die nachbenannten in der Stadt- und Bürgermeisterei Gummersbach gelegenen Immobilien, als:

  1. Flur sechs, Nummer hundert sieben und siebenzig, durch acht und fünfzig, und hundertacht und siebenzig durch acht und fünfzig, Winterbecke, fünfzehn Are sieben und achtzig Meter, Gebäudefläche, Hofraum, Hausgarten und Wiese, mit aufstehendem Wohnhause, Fabrik und Nebengebäude, sammt An- und Zubehör, Vor- und Unterlage, insbesondere mit dem aus früherem Fabrikbetriebe herrührenden Wasserrade und sonstigen Gerätschaften, sodann nebst dem auf dieser Grundfläche errichteten, und   als dessen ... zu betrachtenden, übrigens nicht aus den Mitteln des Verkäufers erbauten neuen Wohnhause auf dem westlichen Theile dieser Pazelle;
  2. Flur sechs, Nummer hundertachtzig durch neun und fünfzig, am Jähen, acht und dreißig Ar zwei und siebenzig Meter Ackerland; jetzt theils Garten;
  3. Aus Flur sechs, Nummer hundert ein und achtzig, durch neun und fünfzig, daselbst, sieben und zwanzig Ar zwei und achtzig Meter Katastergröße, Ackerland, denjenigen Theil, welcher auf der erwähnten Karte durch den in rother Farbe eingetragenen Namen Sondermann bezeichnend, von dem, dem Verkäufer verbleibenden Theile durch eine rothe Linie getrennt ist, und nach Angabe der Karte eine Größe von achtzehn Ar sechs zwanzig Meter besitzt;
  4. Flur sechs, Nummer zweihundert  ein und zwanzig, durch hundert acht, im jungen Wäldchen, Holzung, sieben und dreißig Ar zwei und zwanzig Meter;

 

Zweiter Artikel:

Für das angegebene Flächenmaß wird seitens des Verkäufers nicht garantiert, alles Mehr- oder Mindermaß, wie bedeutend es auch sei, soll allein der Ankäuferin zum Vortheil oder Nachteil gereichen.

 

Dritter Artikel:

Die Ankäuferin befindet sich bereits in Besitz und Genuß der Kaufobjekte, sodaß es einer besonderen Überlieferung nicht bedarf, und hat alle betreffenden Steuern, Staats- und Gemeindeabgaben, sowie die Feuerversicherungsbeiträge vom ersten Januar nächsten Jahres an gerechnet, für eigene Lasten zu übernehmen.

 

Vierter Artikel:

Der unter den Contrahenten vereinbarte Kaufpreis beträgt nach ihrer Erklärung die Summe von zehntausenddreihundert Mark Reichswährung oder dreitausend vierhundert drei und dreißig Thalern zehn Groschen Preußisch Courant. Ankäuferin verpflichtet sich diesen Kaufpreis nach einer sechs Monate vorhergegangenen, jedem Theile jederzeit auf der Ankäuferin Kosten freistehenden Aufkündigung in ungetrennter Summe zu bezahlen, und bis zur Ablagen die Zinsen davon zu fünf Prozent jährlich, vom ersten Oktober dieses Jahres an gerechnet am ersten Oktober jeden Jahres pünktlich zu entrichten, auf alle Zahlungen in guten Münzsorten, ohne Abzug und ohne Congensation zu Händen und in der Wohnung des Verkäufers kostenfrei zu leisten, und zwar mit der Maßgabe, dass falls die ausbedungenen Zinsen nicht pünktlich am Verfalltage oder längstens zwei Wochen nachher entrichtet, die Versteigerung der abgekauften Gebäulichkeiten unterbrochen oder die Kaufobjekte veräußert, oder durch irgendeinen Umstand im Werte vermindert werden sollten, der ganze noch verschuldete Kaufpreis sammt ..., sofort, und ohne dass es einer Kündigung bedürfte, einziehbar sein soll. Bis zur gänzlichen Ablage von Kaufpreis und ... bleibt das Kaufpreisprivilegium ungeschmälert vorbehalten, und wird dasselbe auf Kosten der Ankäuferin insiribirt. Der Kaupreis soll bis zum ersten Oktober nächsten Jahres von keiner Seite aufkündbar sein. Auch ist Ankäuferin verpflichtet, bis zur gänzlichen Ablagen von Kaufpreis und ..., die angekauften Gebäulichkeiten bei einer soliden Feuerversicherungsgesellschaft versichert zuerhalten, zum wahren Werthe und hierüber dem Verkäufer auf Verlangen jederzeit Nachweis zu liefern. Der Ankäuferin wird das Recht eigneräumt, auf ihre Kaufpreisschuld zu jeder Zeit Abschlagzahlungen, jedoch von wenigstens dreihundert Mark zu leisten.

 

Fünfter Artikel:

Die Kaufobjekte werden so und indem Zustande auf die Ankäuferin übertragen, wie sie sich befinden, mit allen anklebenden Aktiv- und Passiv- sichtbaren und unsichtbaren Ver...tuten, damit Ankäuferin darüber wie über ihr volles Eigenthum, und so wie Verkäufer oder dessen Autoren dieselben besessen und benutzt haben, oder hierzu berechtigt waren, schalten und verfügen könne.

 

Sechster Artikel:

Dem Verkäufer allein bleibt das Recht vorbehalten, die auf den Kaufpreis geschuldeten Zahlungen auf das eine oder andere Kaufobjekte auf Grundlage derstatt gehabten ... Preisbestimmung in Anrechnung zu bringen, und soll insbesondere die Verkäuferin nicht das Recht haben, das auf dem westlichen Theile der zuerst genannten Pazellen aufstehende, oben bereits erwähnte neu erbaute Wohnhaus zu verkaufen, bevor der ganze ... Kaufpreis bis auf die Restsumme von viertausendfünfhundert Mark abgetragen ist. In Bezug auf dieses letzterwähnte Wohnhaus, welches durch die Ehefrau Gustav Hengstenberg, Eleonore geborene Sondermann in Gummersbach errichtet worden ist, überträgt der Verkäufer auf die Ankäuferin alle diejenigen Rechte, welche ihr auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen an diesem Gebäude zustehen, wogegen die Ankäuferin sich verpflichtet, alle der Ehefrau Hengstenberg wegen dieses Baues, gegen den Eigenthümer des Grundstückes zustehenden, gesetzlichen Ansprüche allein ohne Rückgriff gegen den Verkäufer zu befriedigen, und den letzten allen diesen Ansprüchen der Ehefrau Hengstenberg gegenüber vollständig zu vertreten.

 

Siebenter Artikel:

Die bereits früher zu Gunsten des hier verkauften früheren Fabrikgebäudes mit Zubehörungen bestandene Vereinbarung der Benutzung des Bachwassers bleibt in der nämlichen Art und Ausdehnung in keiner Weise geschmälert werden; übrigens soll der durch Verkäufer auf die besagte Entfernung von ein und dreißig Meter in dem Graben angelegte Damm stets bestehen bleiben.

Der Kontrahent Herr Wilhelm Sondermann, Christian’s Sohn, erklärte alsdann, nacherhaltener Vorlesung, dass er sich dem Verkäufer, Herrn Pickhardt, ver... der Firma Ernst Pickhardt gegenüber für die Erfüllung aller kraft des Gegenwärtigen der Ankäuferin Ehefrau Sondermann obliegenden Verbindlichkeiten, insbesondere für die Zahlung des Kaufpreises nebst ... mit der Ankäuferin solidarisch haltend verbürge, was der Kontrahent Herr Pickhardt zu ... erklärte.

Betreffs des Eigenthumstitel bemerkt Verkäufer, die heutigen Kaufobjekte bei der am dreißigsten Januar achtzehnhundert acht und sechzig vor dem Friedensgerichte in Gummersbach  stattgehabten ... in Sachen Kühnen gegen Sondermann angekauft zu haben. Zum ... und zum Zwecke der Trans... wählen Kontrahenten ... in ihren betreffenden, oben genannten Wohnungen und  ... gegenseitigalle für einanderabgegebenen Erklärungen.

Worüber Urkunde aufgenommen wurde in der Wohnung der Kontrahenten Eheleute Christian Sondermann zu Gummersbach am Eingangs genannten Tage, unter Verwendung von drei Stunden am dreizehnten dieses Monats und von zwei Stunden am heutigen Tage, in Gegenwart der beiden Zeugen Wilhelm Heuser, Färber, und Johann Wilhelm Höller, Bäcker, beide in Gummersbach wohnend, und nach der den Kontrahenten ertheilten Vorlesung dieser Verhandlung haben dieselben solche mit den Zeugen und dem Notar, dem alle hier erschienen Personen, nach Nahmen, Stand und Wohnort bekannt sind, unterschrieben.

 

Gez.

Ernst Pickhardt. Henriette Pickhardt. Christian Sondermann. Wilhelm Sondermann. Wilhelm Sondermann Chr. Sohn. Wilhelm Heuser. Joh. Wilh. Höller, Werner.

 

Zur Abschrift wurde für hundert sieben Mark fünfzig Pfennig Stempel kassiert.

Folgt Copie der bezogenen Situationskarte

 

[1] Christoph Pickhardt  wurde auch Pickhardt medior genannt, da er der mittlere von drei Brüdern war. Christoph Pickhardt war ein Cousin des Christian Pickhardt, der von J. W. Sondermann im Jahr 1820 die Winterbecker Baumwollfabrikation erwirbt. Quelle

Als Zeuge der Geburt des Johann Christian Sondermann wird der Knopffabrikant Christoph Pickhardt aus Mühlenseßmar genannt, dessen Tochter Johann Christian Sondermann ehelicht. Die Verbindung der  Mühlenseßmarer Familie Pickhardt und der Familie Sondermann ist offenbar eng, da Christoph Pickhardt bereits bei der Geburt des Friedrich Wilhelm Sondermann als Zeuge auftritt.

[2] Vgl. Bickenbach, J. C. (1859): Bekanntmachung zur Knochenstampfe des Wilhelm Pickhardt in Mühlenseßmar, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 16. Juli 1859, S. 4.

[3] Vgl. Familie Pickhardt (1859): Todesanzeige C. Pickhardt medior geb. Ising, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 22. Januar 1859, S. 3.

[4] Vgl. Sondermann, Christian (1851): Geburtsanzeige Richard, in: Gummersbacher Kreisblatt, Nr. 67; Sondermann, Christian (1852): Geburtsanzeige Eugen Sondermann, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 4. Dezember 1852, Nr. 97, S. 1; Sondermann, Christian (1855): Geburtsanzeige Eugenie Sondermann, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 19. September 1855, S. 3; Sondermann, Christian (1857): Geburtsanzeige Clara Sondermann, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 24. Juni 1857, S. 4; Sondermann, Christian (1863): Geburtsanzeige Christian Sondermann, in: Gummersbacher Kreisblatt, Nr. 64, S. 4.

[5] vakant

[6] Vgl. Sondermann, Christian/Sondermann, Karl (1849): Danksagung für Hilfe beim Brand, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 17. Oktober 1849.

[7] Vgl. Gebrüder Sondermann (1854): Verkaufsanzeige des Gutes Storm in Oberropse, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 22. März 1854, S. 4.

[7a] Vgl. Höhere Bürgerschule (1859): Bürgerverzeichnis; Höhere Bürgerschule (1860): Bürgerverzeichnis.

[7b] Vgl. o. V. (1983): Die Gesellschaft "Vierling", in: Festschrift Schützen- und Volksfest Gummersbach, Gummersbach, S. 61-70, mit Wiedergabe des vollständigen Gesellschaftsvertrags.

[8] Vgl.Höhere Bürgerschule (1855): Bürgerverzeichnis.

[9] Vgl. Sondermann, Christian (1857): Anzeige zum Verkauf oder zur Verpachtung des Wohnhauses Christian Sondermamm, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 20. Juni 1857, S. 3.

[10] Stadt Gummersbach (1857/58): Concession zur Aufstellung eines Dampfkessels für J. W. Sondermann, Akte 4333.

[11] Vgl. Familie König (1857): Todesanzeige Wilhelm König, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 30. Dezember 1857.

[12] Vgl. Bickenbach, J. C. (1858): Bekanntmachung zur Aufstellung eines zweiten Dampfkessels in der Papierfabrik in Dümmlinghausen, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 17. März 1858. Nr. 23, S. 4.

[13] Vgl. Stadt Gummersbach (1857/58): Concession zur Aufstellung eines Dampfkessels für J. W. Sondermann, Akte 4333.

[14] Vgl. Remmel, Frank (1991): Die anwendungsorientierte Inventarisierung einer ländlichen Industriegesellschaft, dargestellt am Beispiel der Ortschaften Dümmlinghausen und Hesselbach, Stadt Gummersbach, Oberbergischer Kreis, unveröffentlichte Arbeit zu Erlangung des Abschlusses des Magister Artiums an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, S. 70.

[15] Vgl. Stadt Gummersbach (1859): Concession zur Aufstellung eines Dampfkessels für Ernst Pickhardt, Akte 4333; Bickenbach, J. C. (1859): Bekanntmachung zur Aufstellung eines Dampfkessels in seiner Fabrik in Gummersbach, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 19. Februar 1859.

[16] Vgl. Sondermann, Johann Christian/Schirp C. W. (1860): Verkauf einer Papiermühle, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 4. April 1860, S. 3; Beilage zum Gummersbacher Kreisblatt v. 7. April 1860, S. 2; Gummersbacher Kreisblatt v. 14. April 1860, S. 4 sowie Meissen, G. J. (1860): Verkauf einer Papiermühle, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 28. April 1860, S. 4.

[17] Vgl. Meissen, G. J. (1860): Verkauf einer Papiermühle, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 28. April 1860, S. 4 und v. 2. Mai 1860, S. 3. Die Anzeigen aus dem Jahr 1860 zeigen, dass die Papierfabrik nicht bereits Ende der 1850er Jahre aufgegeben wurde Remmel es angibt. Vgl. Remmel, Frank (1991): Die anwendungsorientierte Inventarisierung einer ländlichen Industriegesellschaft, dargestellt am Beispiel der Ortschaften Dümmlinghausen und Hesselbach, Stadt Gummersbach, Oberbergischer Kreis, unveröffentlichte Arbeit zu Erlangung des Abschlusses des Magister Artiums an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, S. 70.

[18] Vgl. Sandler, Christoph (1862): Sandler’s großes Adresbuch des Handels-, Fabrik- und Gewerbestandes von Nord-Deutschland. Vollständig in zwei Bänden. Zweiter Band: das Königreich Preußen. Erste Abtheilung enthaltend: die Rheinprovinz und die Provinz Westphalen, Köln, S. 82.

[19] frei

[20] Vgl. Sondermann, Christian (1858): Anzeige Fabrikate, in: Gummersbacher Kreisbaltt v. 18. Dezember 1858, S. 1.

[21] Vgl. Sondermann, Christian (1859): Anzeige Senf, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 22. Juni 1859, S. 3; Sondermann, Christian (1859): Anzeige Weinessig, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 6. August 1859, S. 3; Sondermann, Christian (1859): Anzeige Sayette u. Flammwolle, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 3. Dezember 1859, S. 4, v. 7. Dezember 1859, S. 4, v. 10. Dezember 1859, S. 4; Sondermann, Christian (1860): Anzeige Weinessig, in: Gummersbacher Kreisbaltt v. 8. August 1860, S. 3, und 11. August, S. 3; Sondermann, Christian (1861): Anzeige Weinessig, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 27. Juli 1861, S. 4; Sondermann, Christian: Anzeige Weinessig und weißer Peffer, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 31. Juli 1861, S. 4; Sondermann, Christian (1862): Annonce Weinessig, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 30. Juli 1862, S. 4; Sondermann, Christian (1863): Anzeige Weinessig, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 29. Juli 1863, Nr. 59, S. 4.

[22] Vgl. Meissen, G. J. (1862): Annonce Verkauf zweier Häuser in der Winterbecke, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 19. Juli 1862, S. 3.

[22a] Vgl. Middelhoff, Wilhelm (1846): Hausverkauf, in: Gummersbacher Kreisblatt, Nr. 43, S. 3, Nr. 44, S. 3-4 sowie Nr. 45, S. 3.

[23] Vgl. Meissen, G. J. (1860): Bekanntmachung zum Verkauf teilungshalber, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 2. Mai 1860, S. 3-4, sowie 30. Mai 1860, S. 2-4.

[24] Vgl. Meissen, G. J. (1861): Licitation, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 6. März 1861, S. 6-8.

[25] Vgl. Sondermann, Christian (1865): Anzeige, in: Gummersbacher Kreisblatt v. ... 1865.

[26] Im Jahr 1867 findet sich ein Hinweis auf die "Sondermann-Fabrik" in der Winterbecke. Hierbei wird es sich eher um einen Hinweis auf das alte Fabrikgebäude als auf eine laufende Fabrikation handeln. Vgl. .... (1867): Postkastenanfrage, in: Gummersbacher Kreisblatt v. 4. Dezember 1867.

[27] Remmel berichtet in Übereinstimmung mit Woelke, dass die Papierfabrikation von J. W. Sondermann in Dümmlinghausen in eine Kunstwollspinnerei umgewandelt wurde. Als Zeitpunkt gibt Remmel "Ende der 1860er Jahre" an. Diese Zeitpunkt ist aber zu früh angesetzt. Vgl. Remmel, Frank (1991): Die anwendungsorientierte Inventarisierung einer ländlichen Industriegesellschaft, dargestellt am Beispiel der Ortschaften Dümmlinghausen und Hesselbach, Stadt Gummersbach, Oberbergischer Kreis, unveröffentlichte Arbeit zu Erlangung des Abschlusses des Magister Artiums an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, S. 70 sowie Woelke, Jürgen (1985): Kapital war nötig: Gründerjahre in Gummersbach und Oberberg, Gummersbach, S. 76, der den Zeitpunkt der Umrüstung indes "nicht viel nach 1860" ansetzt.

[28] Vgl. Druckerei Luyken (1880): Lithograhpie Gummersbach von der Südseite, Gummersbach.

[28a] Vgl. dazu Pomykaj, Gerhard (2006), S, 100–101.

[28b] Vgl. o. V. (1867): Konkurs-Eröffnung des Christian Sondermann, in: National Zeitung, Morgenausgabe v. 14. Juni 1867, Nr. 271.

[29] Vgl. Werner, Johann Heinrich Wilhelm (1875): Notariell beurkundeter Kaufvertrag zwischen Ernst Pickhardt und Henriette Sondermann geborene Pickhardt über das Stammhaus der Familie Sondermann in der Winterbecke, Gummersbach; entsprechend das Fallitment Ende der 1860er Jahre angesetzt  Woelke, Jürgen (1985): Kapital war nötig: Gründerjahre in Gummersbach und Oberberg, Gummersbach, S. 76 sowie  Remmel "Ende der 1860er Jahre" an. Diese Zeitpunkt ist aber zu früh angesetzt. Vgl. Remmel, Frank (1991): Die anwendungsorientierte Inventarisierung einer ländlichen Industriegesellschaft, dargestellt am Beispiel der Ortschaften Dümmlinghausen und Hesselbach, Stadt Gummersbach, Oberbergischer Kreis, unveröffentlichte Arbeit zu Erlangung des Abschlusses des Magister Artiums an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, S. 7.

[30] Siehe dazu die Erläuterungen zum Leben des Wilhelm Sondermann.  

[31] Vgl. Sondermann, Christian (1871): Anzeige, in: Gummersbacher Zeitung v. 27. April 1871.   

[32] Vgl. Werner, Johann Heinrich Wilhelm (1875): Notariell beurkundeter Kaufvertrag zwischen Ernst Pickhardt und Henriette Sondermann geborene Pickhardt über das Stammhaus der Familie Sondermann in der Winterbecke, Gummersbach.  

[33] Vgl. Werner, Johann Heinrich Wilhelm (1875): Notariell beurkundeter Kaufvertrag zwischen Ernst Pickhardt und Henriette Sondermann geborene Pickhardt über das Stammhaus der Familie Sondermann in der Winterbecke, Gummersbach. 

[34] Siehe dazu die Erläuterungen zum Leben des Wilhelm Sondermann.